Kritische Bildungstheorie im Slow Reading.
Tim Riedemann, Jonas Hilgenberg u.a.
Was bedeutet Mündigkeit und welche Rolle spielt Bildung für eine demokratische Gesellschaft? Diesen Fragen widmen wir uns anhand des Gesprächs „Erziehung zur Mündigkeit“ von Theodor W. Adorno und Hellmut Becker. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung selbstständigen Denkens und Urteilens sowie das Spannungsverhältnis zwischen Mündigkeit, Autorität und gesellschaftlicher Anpassung. Dabei wird insbesondere die Frage aufgegriffen, inwiefern Erziehung zur Entwicklung eigenständiger Urteilsfähigkeit beitragen kann und welche gesellschaftlichen Bedingungen dieser entgegenstehen.
Im Format des Slow Readings lesen wir gemeinsam ausgewählte Textpassagen bewusst langsam und abschnittsweise, um zentrale Aussagen genauer zu betrachten und miteinander zu diskutieren. Das gemeinsame Lesen bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Sichtweisen einzubringen, Fragen zu entwickeln und die Aussagen des Textes kritisch zu hinterfragen. Dabei möchten wir gemeinsam der Frage nachgehen, welche Bedeutung die Überlegungen Adornos und Beckers für Bildung und Demokratie heute haben.
